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Überlegungen bei der Realisierung einer Busschnittstelle

Die Anzahl der industriellen Kommunikationssysteme wächst weiter. Auch die Hoffnungen auf ein einheitliches Industrial-Ethernet-Protokoll haben sich nicht erfüllt. Anwender haben die Qual der Wahl. Gerätehersteller müssen, um ihre Geräte erfolgreich zu vermarkten, möglichst viele industrielle Netzwerke unterstützen. Für die Realisierung der Busschnittstelle bietet sich entweder eine Eigenentwicklung oder der Zukauf einer fertigen Komplettlösung an. Bei der Realisierung der Geräteschnittstelle sollte daher von vornherein ein großes Gewicht auf eine möglichst universelle Lösung gelegt werden. Je nach individueller Ausgangssituation gibt es unterschiedliche Lösungsansätze. Eine Hilfestellung für den Entscheidungsprozess ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Entscheidungskriterien Busanschluss: Eigenentwicklung Busanschluss: Zukauf (z.B. Anybus) Busanschluss: extern, außerhalb des Feldgeräts
Time-to-Market lang mittel kurz
Aufwand für jede weitere Busvariante hoch gering klein
Entwicklungsaufwand Software groß gering klein
Entwicklungsaufwand Hardware groß gering klein
Hardwarekosten gering mittel hoch
Feldbus-Wissen erfordlich viel wenig wenig
Aufwand bei Feldbus-Update hoch gering gering
Zertifizierungskosten hoch gering gering
Sinnvoll für folgende Stückzahlen > 2.000 pro unterstützter Busvariante < 2.000 oder bei mehreren Busvarianten < 100 oder für ältere Geräte