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Industrial Ethernet – IT-Funktionen

Ein wichtiges Argument für den Einsatz von Industrial Ethernet ist die Möglichkeit zur Nutzung von IT-Funktionen in den Automatisierungsgeräten. An erster Stelle ist hierbei die Integration eines Webservers in die Feldgeräte zu nennen. Der integrierte Webserver ermöglicht es, sich mit einem herkömmlichen Webbrowser einen schnellen Überblick über Status und Diagnosemeldungen eines Feldgerätes zu verschaffen. Das funktioniert ganz ohne spezielle Software-Tools, denn der Webserver im Feldgerät wird mit Standardprotokollen der Informationstechnik (TCP, HTTP) abgefragt und die Gerätezustände können damit auf jedem browserfähigen PC, Laptop und sogar auf den aktuellen Smartphones dargestellt werden. Der Zugriff kann je nach Konfiguration des Netzwerkes rein lokal oder auch über das Internet von jedem Ort weltweit erfolgen.

Feldgeräte mit integrierten IT-Funktionen bieten über den integrierten Webserver hinaus häufig auch die Möglichkeit, im Fehlerfall E-Mails oder SMS direkt an das zuständige Wartungspersonal zu versenden. Für die Übertragung der IT-Funktionen kommen die bewährten Protokolle der Informationstechnik wie IP, TCP, UDP unverändert zum Einsatz. Durch Nutzung der Nachrichtenpriorisierung in den unterlagerten Protokollschichten stellen die Industrial-Ethernet-Systeme sicher, dass die Echtzeitdaten gegenüber den IT-Daten bevorzugt übertragen werden und das Echtzeitverhalten durch die IT-Daten nicht negativ beeinflusst wird. Leider bringt die Nutzung der IT-Funktionen nicht nur Vorteile mit sich. Denn mit der Öffnung der Protokolle kommen auch die aus der IT-Welt bekannten negativen Aspekte der Informationstechnik zum Tragen. Deshalb ist es für alle Anlagen,  bei denen eine Anbindung an die IT-Welt realisiert ist, unerlässlich, sich über ein geeignetes Security-Konzept Gedanken zu machen, um so die Anlage vor Viren und Hackerangriffen zu schützen.