Ihr Wegweiser für
industrielle Netzwerke

ControlNet

Das zeitsynchrone Netzwerk für die Zellenebene

ControlNet wurde von Rockwell Automation und der ControlNet-International-Nutzergruppe entwickelt. Es ist in der europäischen Norm EN 50170 standardisiert.

ControlNet ermöglicht es, die zyklische E/A-Datenübertragung und die azyklische Datenkommunikation für Konfiguration und Programm-Up-/Download gleichzeitig auszuführen. Dabei ist sichergestellt, dass weder Durchsatz noch Determinismus oder zyklische Wiederholbarkeit beeinflusst werden: Zeitkritische Daten haben garantierte Übertragungszeitpunkte, der restliche Datenverkehr lässt sich hinsichtlich seiner maximalen Übertragungszeiten eindeutig vorherbestimmen. Einfache Anwendungen (z.B. 32 Knoten mit je 8 Bit E/A-Daten) haben eine Buszykluszeit von ca. 2 ms.

ControlNet-Installation

ControlNet bietet flexible Installationsalternativen und kann in Bus-, Baum- und Sterntopologien aufgebaut werden. Geräteabzweige können beliebig angeordnet werden, ohne Rücksicht auf Mindestabstände. Auch die Medienredundanz ist in der ControlNet-Spezifikation enthalten und kann als Option zur Steigerung der Verfügbarkeit des Netzwerkes eingesetzt werden. Ein typisches ControlNet-Netzwerk besteht aus folgenden Komponenten: Hauptkabel, Abzweige, Repeater, Abschlusswiderstände und Bridges. Das ControlNet-Hauptkabel ist der Bus bzw. der zentrale Bestandteil des Systems. Es können entweder Koaxialkabel oder LWL-Kabel verwendet werden. An jedem Knoten im Netzwerk ist das Hauptkabel über BNC-Steckverbinder mit den Abzweigen verbunden. Die Abzweige sind am Ende jedes Kabelsegments mit Abschlusswiderständen versehen. Mit Repeatern lässt sich die zulässige Anzahl der Abzweige erhöhen, die Gesamtlänge des Segments erweitern oder eine Ring-, Stern- oder Baumstruktur erstellen (Kabelverzweigungen von einem Punkt in mehrere Richtungen). Die Anzahl der Repeater und die gesamte Kabellänge sind begrenzt und von der Netzwerktopologie abhängig.

Der NAP (Network Access Port) steht zusätzlich als eine lokale RS-422-Verbindung zum temporären Direktanschluss ans ControlNet für Konfigurations-, Diagnose- und Programmierzwecke zur Verfügung. Für den Anschluss an den NAP ist auf den Feldgeräten eine RJ45-Buchse erforderlich.

Übertragungsgeschwindigkeit 5 Mbit/s
Kabel RG-6 Koax
Stecker BNC
Stationen im Netz Max. 99
Max. Netzausdehnung ohne Repeater 1 km
Max. Netzausdehnung mit Repeater 25 km
Datensicherung CRC-16